„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ Römer 8,28
Kennst du das Gefühl, gescheitert zu sein? Ich bin mir sicher, du kennst es.
Vor einigen Jahren hatte ich einen Plan – einen sehr guten Plan, wie ich dachte. Ein Plan, mit dem ich Gott wirklich dienen und ihn ehren wollte.
Dazu musste ich mich für ein Seminar anmelden.
Doch dieses Seminar würde mich viel Geld kosten – Geld, das ich nicht hatte.
Aber ich dachte: „Ich will es ja für Jesus machen. Er wird mir das Geld schon schenken.“
Die Frist der Anmeldung kam. Und statt dass Gott mir das Geld schickte, kam eine große Rechnung ins Haus.
Ich war verzweifelt, beleidigt auf Gott. Ich habe es nicht verstanden. Warum sagte er nein? Mein Wunsch war doch scheinbar so selbstlos.
All das Planen der Wochen zuvor, das Ausmalen der Zukunft – alles schien auf einmal gescheitert.
Mit Gottes Hilfe habe ich schnell wieder Frieden und Ruhe gefunden.
Heute, ein paar Jahre später, weiß ich: Der Wunsch war gut, aber es war nicht die Zeit dafür. Es gab andere Dinge, die vorher geklärt und geordnet werden mussten.
Und eines habe ich dabei gelernt: Gott beruft.
Und wenn er beruft, dann befähigt er auch und schenkt die nötigen Mittel – oder er schenkt die Möglichkeiten, sie sich zu beschaffen.
Das war nicht die erste und nicht die letzte Erfahrung, bei der ich etwas Tolles geplant habe und gescheitert bin. Oder etwas angefangen habe und nicht weitermachen konnte. Aber Gott kann.
Und selbst wenn er nicht genau das weitermacht oder wiedergutmacht, woran ich gescheitert bin – dann macht er etwas anderes. Etwas, das seinen Namen verherrlicht. Und nicht meinen.
Denn darum geht es letztlich: Dass ich zu seiner Ehre lebe und seinen Namen groß mache.
Mir gilt dieser Vers genauso wie dir, wenn du Gottes Tochter bist:
Alle Dinge dienen dir zum Besten, weil du Gott liebst.
Sei gesegnet.
Gebet
Mein himmlischer Vater,
du siehst mich, du kennst mein Herz, du kennst meine Motive, du kennst meine Wünsche. Ja, Herr, in meiner menschlichen Begrenztheit bin ich oft zum Scheitern verurteilt. Aber selbst wenn ich nicht mehr weiterkann oder gescheitert bin, glaube ich fest daran, dass du etwas Gutes in meinem Leben bewirkst – weil du mich liebst.
Danke, dass ich diesen Vers aus Römer 8,28 auf mein Leben anwenden darf. Weil ich dein Kind bin, gilt mir diese Zusage. Es geht immer irgendwie weiter – und dafür danke ich dir, mein Jesus. Danke, dass ich dir vertrauen darf. Stärke meinen Glauben.
In Jesu Namen, Amen.
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