"Ich lese keine Bücher!"
Vor ca. sieben Jahren saß ich vor meiner Seelsorgerin – verzweifelt am Leben, den Kopf voller Lügen, das Herz voller Schmerz, in tiefer Depression, Verwirrung und Hoffnungslosigkeit.
Damals wollte sie mir zu einem Thema, über das wir gesprochen hatten, gerne ein Buch mitgeben.
Doch ich sagte nur: „Nein, ich lese keine Bücher.“
Wenig später ging sie in die Mission und schaffte es dann doch noch, mir ein Buch mitzugeben. Gelesen habe ich es allerdings erst später.
Zwei Jahre danach besuchten mein Mann und ich unser erstes Seelsorge-Seminar. Dort wurden Bücher empfohlen, eines davon war sogar Pflichtlektüre. Also begann ich zu lesen.
Und seitdem lese ich Bücher.
Ich lese, um geistlich zu wachsen und von anderen zu lernen. Um meinen Horizont zu erweitern. Um den Menschen besser zu verstehen – im Licht der Bibel.
Diese Bücher haben mir persönlich unglaublich viel Mehrwert gebracht und ich bin sehr dankbar dafür.
Als ich meiner damaligen Seelsorgerin irgendwann schrieb, dass ich inzwischen Bücher lese, freute sie sich sehr. Sie erinnerte sich noch daran, wie sie mir damals unbedingt ein Buch mitgeben wollte und ich nur sagte: „Ich lese keine Bücher.“
Letztes Wochenende traf ich sie auf einer Seelsorgekonferenz wieder. Wir hatten einen wunderbaren Austausch und ich fragte sie:
„Kann es sein, dass du sehr viele Bücher gelesen hast? Denn die Art von Seelsorge, die du damals mit mir gemacht hast, war nicht einseitig geprägt.“
Sie sagte Ja. Seit ihrer Jugend liest sie Bücher, die sie im Glauben weiterbringen und ihr helfen. Lesen gehörte schon immer zu ihrem Leben.
Deshalb möchte ich dir sagen:
Wenn du heute denkst: „Ich lese keine Bücher“, dann glaub mir – das kann sich ändern.
Bevor ich begann, solche wertvollen Bücher zu lesen, las ich eigentlich nur Geschichten für meine Kinder. Auch dickere Bücher, aber eben spannende Geschichten.
Ansonsten habe ich in meinem Leben nur zwei Romane gelesen.
Einer davon sollte ein christlicher Roman sein. Ich war ehrlich gesagt erstaunt darüber, was daran christlich sein sollte. Zwischen all den Bildern, die bis heute teilweise in meinem Kopf geblieben sind, kam hier und da mal ein Gebet oder Stoßgebet vor. (und ehrlich gesagt, wenn es nicht unter dem Deckmantel "christlicher Roman" verkauft würde, hätte ich beim lesen ein schlechtes Gewissen gehabt. Aber ich habe mein Gewissen beruhigt, dass es ja ein christlicher Roman ist)
Nicht umsonst sagte Mike Leister einmal sinngemäß, dass manche Liebesromane unter christlichem Deckmantel wie „Pornoheftchen für Frauen“ funktionieren. Das sind nicht meine Worte, aber ich verstehe, was er damit meint, und kann dem zustimmen.
Der andere Roman war ein kleines dünnes Büchlein mit gelbem Umschlag. Dort war deutlich mehr christlicher Inhalt enthalten und weniger Romantik – aber genug, damit ein junges Mädchen wie ich es bis zum Ende las.
Die Bücher, die ich auf dieser Seite vorstelle, sind unglaublich vielseitig. Sie gehen in viele Richtungen – so wie das Leben selbst. Ich kaufe Bücher über Themen, die mich beschäftigen oder auf die mich andere Menschen aufmerksam machen.
(Ich habe Fortbildungen zur ehrenamtlichen Sterbebegleitung gemacht, deshalb findest du in meiner Auswahl Bücher dazu.)
Und ich bin dankbar für Menschen, die aufgeschrieben haben, was ihnen auf dem Herzen liegt. Die Welt wäre arm ohne Bücher.
Deshalb möchte ich dich ermutigen, ebenfalls Bücher zu lesen. Damit du von der Weisheit anderer, ihren Kämpfen, Erfahrungen und Erkenntnissen lernen kannst und selbst bereichert wirst.
Und natürlich bleibt mein wichtigstes Buch die Bibel.
Jedes andere Buch muss an ihr geprüft werden, denn nur Gottes Wort ist unfehlbar.
Auch die Bücher, die ich hier vorstelle, können Fehler enthalten, weil sie von Menschen geschrieben wurden. Vielleicht glaubt nicht jeder Autor in jedem Punkt so wie ich oder du.
Aber grundsätzlich gilt:
„Prüft alles, das Gute behaltet.“
1.Thessalonicher 5,21 (Schlachter 2000)
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