Ein Herz aus Stein – und Gottes Antwort mitten im Chaos
Vor zwei Jahren war ich mit meinen Kindern für drei Wochen auf Sardinien.
Diese Reise war keine normale Urlaubsentscheidung – ich wusste einfach:
Wir müssen weg.
Vor allem bei meiner Tochter waren Dinge vorgefallen, und ich hatte den Eindruck, sie muss Abstand gewinnen, besonders von einer bestimmten Freundschaft.
Ich hatte mir diese Zeit so schön vorgestellt. Drei Wochen am Meer, die schönsten Strände in der Nähe, einfach zur Ruhe kommen.
Wir hatten eine kleine Ferienwohnung, ziemlich nah am Wasser, und unseren Hund dabei.
Aber die Realität sah anders aus.
Die Wohnung war sehr eng – ein Zimmer und ein Ausziehsofa in der Küche. Und statt Frieden gab es Streit. Die Kinder stritten viel. Es war anstrengend, laut und innerlich hat es mich immer mehr erschöpft.
An einem Tag war es wieder besonders schlimm. Ich wollte schon lange ans Meer, aber die Kinder wollten einfach nur in der Wohnung bleiben. Es gab wieder Streit, und irgendwann konnte ich nicht mehr.
Ich dachte nur: Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich nahm den Hund und ging allein runter zum Meer, zu einem kleinen Hafen. Dort kniete ich mich hin und betete:
„Herr, ich weiß wirklich nicht mehr, was ich tun soll. Ich gebe dir alles.“
Ich habe angefangen zu singen:
„Vor dir lege ich alles hin,
was mich quält und was ich bin,
alles gebe ich dir, Herr.“
Das Meer war für mich schon immer ein Bild für Gott – so groß, so allgegenwärtig.
Überall. Ich habe gespürt: Er ist da.
In diesem Moment habe ich wirklich losgelassen.
Als ich aufstand, fiel mein Blick auf die Steine am Boden. Ich wollte gerade einen runden Stein aufheben – ich dachte noch, vielleicht ein Erzählstein für die Kinder.
Aber direkt daneben lag ein anderer.
Ein perfekter Herzstein.
Und in diesem Moment wusste ich es ganz klar:
Das ist die Antwort.
Die Liebe ist die Antwort.
Ich war so tief berührt. Alles in mir wurde ruhig. Der Druck war weg.
Ich ging langsam zurück zur Wohnung und schaute mir den Stein genauer an. Und plötzlich entdeckte ich etwas:
Da war ein E.
Dann ein S.
Und ein L.
Die Anfangsbuchstaben meiner Kinder.
In diesem Moment war ich völlig überwältigt. Ich konnte nur noch danken:
„Danke, Jesus. Du bist so groß. Du liebst meine Kinder.“
Ich bin zurückgegangen und habe jedem einzelnen Kind den Stein gezeigt. Ich habe ihnen alles erzählt – was ich erlebt habe und was Gott mir gezeigt hat.
Dass die Liebe der Weg ist.
Und an diesem Tag war auch noch der Vers des Tages:
„Lasst uns lieben; denn er hat uns zuerst geliebt.“
(1. Johannes 4,19 – Schlachter 2000)
Diesen Vers habe ich hinten auf den Stein geschrieben.
Was als völlige Überforderung begonnen hat, wurde zu einem Moment, in dem Gott mir ganz persönlich begegnet ist – und mir gezeigt hat, wie ich meinen Kindern begegnen soll.
In Liebe!
Julia, 42 Jahre alt, alleinerziehende Mutter von drei Kindern
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