Gott nahe zu sein ist mein Glück

Veröffentlicht am 22. April 2026 um 15:54

Gott nahe zu sein ist mein Glück

Ich liebe diesen Vers und er steht am Buchschnitt meiner Bibel.

Diesen Psalm schreibt Asaf. Im ersten Vers dieses Psalms steht:
„Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, welche reinen Herzens sind.“

Und dann beschreibt Asaf seine geistlichen Kämpfe. Er wäre fast gestrauchelt, weil er neidisch auf die Ungläubigen geschaut hat.
Er beneidete sie um ihr Wohlergehen.
Sie leben nicht in der Not, leiden keine Qualen bis an ihr Lebensende wie andere Menschen. Und sie bilden sich viel ein.
Das Volk wendet sich ihnen zu und nimmt ihre Lehre in vollen Zügen auf.
Sie glauben nicht an Gott und trotzdem geht es ihnen gut.

Asaf ließ sich von der Lüge, dem Gedanken gefangen nehmen, dass er sein Herz ganz umsonst reingehalten hat und seine Hände vergeblich in Unschuld gewaschen hat.
Denn er, der gottesfürchtig war, ist jeden Tag geplagt worden und wurde gezüchtigt.
Wenn der Wunsch in ihm hochkam, so zu reden und zu leben wie die Gottlosen, wurde er sich dessen bewusst, dass er dann treulos gegen Gott handeln würde.

Das, was Asaf hier beschreibt, ist heute nicht anders. Geh einmal in dich und prüfe, ob du nicht auch manchmal neidisch auf die Gottlosen bist. Hast du zum Beispiel eine Bekannte, die im Network-Marketing so erfolgreich ist, dass sie viel Geld verdient, angesehen ist, von zu Hause arbeitet und mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegt?
Ihr Gewissen plagt sie nicht.
Sie ist nur auf Gewinn aus und auf Kundenjagd. Sie ist stolz auf ihren Erfolg und nimmt es in Kauf, Freunde und Familie an zweiter Stelle zu setzen, um des Erfolges und um des Geldes willen. Du versuchst es im selben Marketing, aber wirst nicht so erfolgreich, weil dein Gewissen sensibel ist und wach ist und du vorsichtig bist, um Gott nicht zu verunehren und Erfolg nicht an seine Stelle zu setzen.

Anderes Beispiel. Der Nachbar ist vielleicht selbstständig und macht sehr viel Schwarzarbeit. Er prahlt damit und hat kein schlechtes Gewissen.
Du machst gewissenhaft jedes Jahr deine Steuererklärung und zahlst viel Geld an das Finanzamt, weil du ehrlich bist. Merkst du?
Du hast wohl Nachteile. Das ist nicht zu leugnen.

Asaf hat eine persönliche Kehrtwende erlebt, als er den Blick von den Gottlosen abwandte zum Heiligtum Gottes ging.
Dort dachte er über das Ende der Gottlosen nach.
Ihm wurde bewusst, dass Gott die Gottlosen auf schlüpfrigen Boden stellt.
Plötzlich werden sie verwüstet und nehmen ein Ende mit Schrecken.
Gott wird sie verschmähen.
Und er erkannte, dass als er sein Herz verbittert hatte und in tiefen inneren Schmerz von Neid fühlte, er sehr dumm gehandelt hatte.

Asaf entschied sich, Verse 23 bis 26:
„Und dennoch bleibe ich stets bei dir. Du hältst mich bei deiner rechten Hand und nimmst mich danach in Herrlichkeit auf. Wen habe ich im Himmel außer dir? Und neben dir begehre ich nichts auf Erden. Wenn mir auch Leib und Seele vergehen, so bleibst doch Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil.“

Und das Schlusswort, Vers 28: „Mir aber ist Gottes Nähe beglückend. Ich setze meine Zuversicht auf Gott, den Herrn, um all deine Werke zu verkünden.“

Trotz allem wollte er am Herrn festhalten, da er auf das Ende sah. Ihm war bewusst, dass der Leib und die Seele vergehen, aber Gott ewig sein Teil bleibt.

Das Wort Gottes verspricht uns nicht Erfolg, Gesundheit oder Wohlergehen in unserem irdischen Leben. Denn es geht immer um unser Herz und um die Beziehung zu Gott. Wir sind in dieser Welt, aber durch die Wiedergeburt nicht mehr von dieser Welt.
Unser Fokus sollte nicht auf Erfolg, Gesundheit oder Wohlergehen liegen, sondern darauf, Gott nahe zu sein und in der Heiligung zu wachsen.

Gott teilt Segnungen nach seiner Souveränität aus. Niemand kann ihn zur Rechenschaft ziehen. Alles ist Gnade.

Ich will dich ermutigen: Schau auf das Ende. Du bist gerechtfertigt durch Jesus und wirst mit ihm erben. Entscheide dich dafür, dass Gott nahe zu sein, dein Glück ist. Setze deine Hoffnung auf Gott. Mach ihn zu deiner Zuflucht, wenn das Leben wieder mal zu schwer wird und du um deines Glaubens willen übervorteilt wirst. Verkünde alle seine Werke, vor allem das, was er für dich getan hat. Und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

 

Gebet

 

Mein himmlischer Vater, ich bringe dir heute mein Herz, dieses Herz, das so trügerisch ist, das immer wieder heimlich neidisch auf die Ungläubigen schaut.

Herr, ich bitte dich, dass du mir Gnade schenkst, mein Herz reinzuhalten. Ich bitte dich, dass du meinen Blick immer wieder dorthin wendest, was mich erwartet in deiner Ewigkeit.

Danke, dass du versprochen hast, dass wenn ich an Jesus glaube, ich mit ihm erben werde. Herr, meine Hoffnung und mein Trost, wenn es mir nicht so gut geht auf dieser Erde ist, dass das hier nicht das Ende ist.

Dir nahe zu sein, ist mein Glück. Und wenn es noch nicht ganz mein Glück ist, so bitte ich dich von Herzen, dass du mich so nahe zu dir ziehst, dass ich es wirklich als Glück empfinde, dein Kind zu sein.

Herr, was du mir gibst, den Frieden in mein Herz, das Vertrauen auf dich und den Glauben an deinen Sohn, ist so viel mehr als diese Welt mir bieten kann. Das, was die Welt mir bietet, ist vergänglich. Das, was du mir gibst, ist ewig und bleibt ewig.

Ich danke dir für deine Liebe. Amen.

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