Der Herr - mein Versorger

Veröffentlicht am 23. April 2026 um 20:29

Es gibt Sorgen, die gut sind – nämlich die Fürsorge füreinander, ein verantwortliches Kümmern und ein Herz, das nicht gleichgültig an der Not anderer vorbeigeht.

Nicht das Sorgen an sich ist das Problem, sondern wie wir mit unseren Sorgen umgehen – ob sie uns in Unruhe treiben oder ob wir sie zu Gott bringen. Sie können uns von dem Versorger, unserem himmlischen Vater, distanzieren, wenn wir den Fokus falsch setzen und in unserer Begrenztheit versuchen, uns selbst aus der Bedrängnis zu helfen, uns sozusagen selbst am Haarschopf aus dem Sumpf der Sorgen zu ziehen. Das wird uns nicht gelingen.

Ich glaube, das Sorgen ist uns angeboren. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger ausgeprägt, je nachdem, wie das Leben uns geformt und Menschen uns geprägt haben.

 

Das Sorgen ist so alt wie die Menschheit selbst, der Umgang damit unterschiedlich. Doch Jesus hat die Lösung. Er hat die richtigen logischen Argumente, die uns das Sorgen unnötig erscheinen lassen.

In Lukas 12, ab Vers 22, lesen wir, was Jesus zu seinen Jüngern zum Thema Sorgen sagt.

Ich lese auszugsweise aus der Übersetzung Neues Leben:

„22. Darauf wandte Jesus sich wieder an seine Jünger. „Deshalb sage ich euch, sorgt euch nicht um Alltägliches, ob ihr genug zu essen oder anzuziehen habt, denn das Leben besteht aus weit mehr als Nahrung und Kleidung. 25. Können all eure Sorgen euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? Natürlich nicht. 26. Und wenn euer Sorgen schon in so geringen Dingen nichts bewirkt, was nützt es da, sich um größere Dinge zu sorgen? 29. Macht euch keine Gedanken über eure Nahrung, was ihr essen oder trinken sollt. Macht euch keine Gedanken darüber, ob Gott euch damit versorgen wird. 30. Diese Dinge (Sorgen) beherrschen das Denken der meisten Menschen, doch euer Vater weiß, was ihr braucht. Er wird euch jeden Tag alles Nötige geben, wenn das Reich Gottes für euch das Wichtigste ist. 34. Wo immer euer Reichtum ist, da wird auch euer Herz sein.“

Hier geht es nicht nur um Sorgen, sondern vor allem um den Versorger und, wie immer, um unsere Herzenshaltung. Aber auch um unsere Haltung zu unserem Besitz und Geld.

Ich möchte heute die Gewichtung auf den Vers 22 und 26 legen:

„Sorgt euch nicht um Alltägliches - und wenn euer Sorgen schon in so geringen Dingen nichts bewirkt, was nützt es da, sich um größere Dinge zu sorgen?“

So könnte man es doch stehen lassen, oder?

Sorgt euch nicht!!

Nein, denn dann wären wir ja wieder an dem Punkt: einfach loslassen, nicht sorgen.

Wir müssen und dürfen abgeben.

Das ist so, als würde ich jemandem, der gerade einen geliebten Menschen verloren hat, sagen: sei nicht traurig.

Es ist ein krasses Beispiel, ich weiß, doch ich möchte damit die Wichtigkeit des richtigen Umgangs mit Sorgen hervorheben.

Allein das Wissen, dass ich durch mein Sorgen und Grämen nichts verändern kann, verändert nicht die Situation.

Der ausschlaggebende Punkt ist, dass wir einen Versorger haben. Du musst dich nicht sorgen, weil du einen Vater hast. Wir können abgeben, nich nur loslassen oder verdrängen.

Verse 30 und 31 „Doch euer Vater weiß, was ihr braucht. Er wird euch jeden Tag alles Nötige geben, wenn das Reich Gottes für euch das Wichtigste ist.“

Hier steht nicht: Dein Vater weiß, was du gerne haben wollen würdest. Er gibt dir jeden Tag alles, auch das Unnötige.

Im  Vers 15 desselben Kapitels warnt Jesus sogar vor Habsucht jeglicher Art. Dort steht:

„Nehmt euch in Acht, begehrt nicht, was ihr nicht habt. Das wahre Leben wird nicht daran gemessen, wie viel wir besitzen.“

Habsucht ist Götzendienst, sagt die Bibel.

Und im Vers 34 sagt Jesus:

„Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“

Also: Gehe zuerst mit deinen Sorgen immer zu Gott. Dann vertraue darauf, dass er weiß, was du wirklich benötigst, denn er kennt dein Herz und deine Umstände.

Und trachte zuerst nach seinem Reich, so wird dir all das andere zugefügt werden.

„Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“ Vers 31

Praktisch bedeutet das: Stelle Gott an erster Stelle, nicht Sicherheit oder Geld.

Wenn du das tust, wenn du Gott an erster Stelle stellst, heißt das nicht, dass du reich wirst oder alles bekommst, was du willst, sondern Gott sorgt für das, was du wirklich brauchst – aber auf seine Weise.

Ordne dein Leben Gott unter. Mach Gottes Willen zur obersten Priorität deines Lebens und vertraue, dass er sich um deine Versorgung kümmert.

Vielleicht nimmst du dir heute bewusst Zeit, das ganze Kapitel Lukas 12 in der Gegenwart Gottes zu lesen und es tief in dein Herz sinken zu lassen.

Sei gesegnet.

 

Gebet 

 

Herr Jesus, du sagst in deinem Wort, dass dein Vater, der auch mein Vater ist und mein Gott, mein Versorger ist.

Er weiß, was ich brauche.

Mein Gott versorgt selbst die Vögel unter dem Himmel.

Er kleidet die Lilien schöner, als Salomo je gekleidet war.

Mein Vater weiß, was ich brauche.

Durch mein Sorgen kann ich mein Leben nicht verlängern.

Durch mein Sorgen allein kann ich nichts verändern.

Aber es verändert alles, wenn ich mit meinen Sorgen zu dir komme, mein Gott.

Danke, dass du mein Versorger bist.

Danke, dass dein Wort es so klar zeigt, dass ich mich nicht sorgen soll.

Ich darf meine Sorgen vor dich bringen, in dem Wissen, dass du weißt, was gut für mich ist.

Hilf mir, so zu leben, dass mein Fokus nicht auf mir und meinen Sorgen liegt, sondern auf deinem Reich.

Dass ich meinen Willen deinem Willen unterordne und nach deinem Willen lebe.

Vater, ich will dir vertrauen, dass du mein Versorger bist und für mich sorgst – auf deine Weise und zu deiner Zeit.

Danke für deine Liebe.

In Jesu Namen, Amen.