Sorgen - auf Ihn werfen

Veröffentlicht am 26. April 2026 um 23:21

Angst und Sorgen treffen uns, weil sie eine natürliche Reaktion auf Probleme, Kummer, Konflikte, Geldnot und vieles mehr sind. Sie kommen einfach. Im ersten Moment können wir uns nicht für oder gegen sie entscheiden.

Der Psalmist schreibt:

„Angst und Bedrängnis haben mich getroffen; aber deine Gebote sind meine Freude.“

(Psalm 119,143 – Schlachter 2000)

Und dazu passt:

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“

(1. Petrus 5,7 – Schlachter 2000)

Beide Verse zusammen ergeben ein Bild: wie ein Ball, der dich trifft.

Du kannst ihn auffangen und festhalten. Oder du kannst ihn direkt weiterwerfen.

Die Sorge trifft dich wie ein Ball: ein Brief, eine WhatsApp-Nachricht, ein Anruf, ein Streit, ein Kontoauszug, ein rotes Lämpchen im Auto, eine Diagnose. Es gibt viele „Bälle“, die uns täglich treffen.

Nun kommt es nicht in erster Linie auf dein Wesen, deinen Charakter oder dein Temperament an, sondern auf deine Herzenshaltung, deine Entscheidung und deine Beziehung zu Gott. Denn den Ball hast du in den meisten Fällen sowieso schon aufgefangen. Die eigentliche Entscheidung kommt danach.

Wir nehmen die Sorge wahr – und dann entscheiden wir, oft blitzschnell und unbewusst: Behalte ich sie? Male ich sie aus? Nähre ich sie? Oder gebe ich sie ab? Werfe ich sie zu Jesus – so wie Hiskia den Drohbrief vor Gott ausgebreitet hat?

Wenn du den Ball einfach nur „wegwirfst“ im Sinne von: Ich sorge mich nicht, dann wirfst du ihn gegen eine Wand. Er kommt zurück. Denn niemand fängt ihn auf.

Jesus aber lädt dich ein:

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“

(Matthäus 11,28 – Schlachter 2000)

Das ist keine Theorie. Das ist eine Einladung an dich.

Der Unterschied ist nicht, ob du Sorgen hast oder nicht. Der Unterschied ist, wohin du mit ihnen gehst.

Übe dich darin: Wenn du eine Sorge wahrnimmst, geh ins Gebet. Das ist der Weg, deine Sorgen auf ihn zu werfen. So schnell wie möglich. Natürlich musst du dich trotzdem um die Rechnung, den Streit oder die Diagnose kümmern. Aber du trägst nicht mehr die schwere Last der Sorgen. Diese Last darfst du abgeben.

Manches klärt sich scheinbar von selbst. Anderes erweist sich als nicht so schlimm, wie befürchtet. Wieder anderes lässt sich leichter klären, als gedacht. Einiges aber bleibt vielleicht – und wird zur täglichen Übung, dieselbe Sorge immer wieder bewusst auf Gott zu werfen.

Und wie du vielleicht schon beim Lesen gespürt hast: Du musst den kennen, dem du deine Sorgen zuwirfst.

Jesus möchte eine Beziehung zu dir. Gott, dein Schöpfer, hat dich für die Gemeinschaft mit sich geschaffen.

Wenn du bereits in Beziehung mit ihm lebst, dann pflege diese Beziehung – durch Gebet und durch sein Wort. Wenn du dir eine Beziehung zu ihm wünschst, dann kannst du den nächsten Schritt gehen und herausfinden, wie du in eine lebendige Beziehung zu deinem Schöpfer kommst.

In beiden Fällen: Sei gesegnet und hab einen wunderschönen Tag.

 

Gebet

 

Mein himmlischer Vater,

mit dem Psalmisten möchte ich sagen: Wenn Angst und Sorgen mich treffen, dann habe ich doch Freude an deinen Geboten.

Herr, ich darf meine Sorgen auf dich werfen. Jesus hat mich dazu eingeladen. Solange ich lebe, werde ich Sorgen haben. Doch ich möchte in der Beziehung zu dir wachsen, damit ich immer mehr verstehe, was es für mich bedeutet, dass mein Schöpfer, der so groß ist, sich so klein gemacht hat, dass ihn meine Sorgen – ob groß oder klein – kümmern.

Ja, Herr, du kümmerst dich um mich, als wäre ich der einzige Mensch auf dieser Erde. Das ist zu hoch für meinen Verstand. Doch ich möchte glauben – und ich glaube. Ich entscheide mich, gegen meine Logik, dir zu vertrauen.

Danke, dass du weißt, was gut für mich ist.

Ich liebe dich, mein Gott.

In Jesu Namen.

Amen