Mein Thema heute ist „Krankheit oder Gesundheit“.Dieses Thema ist so vielfältig und vielschichtig. Körperliche Krankheiten wie Krebs, Autoimmunerkrankungen, degenerative Erkrankungen, aber auch psychische Erkrankungen durch Trauma, Stress oder Umwelteinflüsse. Niemand möchte gerne krank sein.
Jesus fragte die Menschen, bevor er sie heilte, zum Beispiel: „Willst du gesund werden?“ oder „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Die Antwort fiel unterschiedlich aus.
Zum Beispiel antwortete der Kranke am Teich Bethesda, dass er keinen Menschen habe, der ihn ins Heilwasser bringt. Der blinde Bartimäus antwortete auf Jesu Frage: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“ mit „Rabbi, dass ich sehend werde.“
Markus 10,46 bis 52
Die zwei Blinden, die Jesus um Erbarmen baten (Matthäus 9,27–31), fragte Jesus: „Glaubt ihr, dass ich euch das tun kann?“ Sie sagten: „Ja, Herr.“ Jesus sprach: „Euch geschehen nach eurem Glauben.“
Jesus drängt sich nicht auf. Auch zwingt er niemandem die Heilung auf. Er achtet den freien Willen des Menschen. Er möchte, dass sie ihr Bedürfnis nach Gesundheit klar benennen.
Hast du schon einmal folgenden Satz gehört oder selbst gesagt?
„Gott legt uns nicht mehr auf, als wir tragen können!“
Wusstest du, dass dieser Satz ein billiger Trost ist und zudem nicht einmal biblisch? Du findest tatsächlich keinen Bibelvers, der diese Aussage bestätigt.
In 2. Korinther 1,8 lesen wir, dass Paulus schreibt:
„Denn wir wollen euch nicht in Unkenntnis lassen über unsere Bedrängnis, … dass wir übermäßig schwer zu tragen hatten, über unser Vermögen hinaus, sodass wir selbst am Leben verzweifelten, ja, wir hatten uns selbst schon das Todesurteil, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.“
Beachte, dass Paulus sagt: über unser Vermögen hinaus.
Auch Hiob hat mehr getragen, als ein Mensch zu tragen vermag. David auf der Flucht vor Saul hat übermäßig gelitten. Das Volk Israel, als es in Gefangenschaft in Ägypten war, hat übermäßig gelitten.
In 2. Korinther 1,10 schreibt Paulus:
„Er hat uns dann auch aus solcher großer Todesgefahr gerettet und rettet uns noch, und wir hoffen auf ihn, dass er uns auch ferner retten wird.“
So ist die Realität. In der Vergangenheit hat Gott dir schon geholfen, hilft und rettet dich in der Gegenwart und wird es weiter tun.
Und im Vers 11 sagt Paulus:
„Wobei auch ihr mit uns wirkt durch eure Fürbitte für uns, damit wegen der von vielen Personen für uns erbetenen Gnadengaben auch von vielen gedankt werde um unseretwillen.“
Fürbitte. Das ist hier das Stichwort. Durch unsere Fürbitte für Kranke wirken wir mit und dürfen, ja, sollen sogar danken, dass Gott wirkt, Linderung schenkt oder heilt.
In Psalm 68,20 steht:
„Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.“
Das ist der Trost, der biblisch ist. Hier sehen wir wieder die Beziehung, die Gott zu uns haben möchte. Wenn er uns so viel auferlegen würde, wie wir gerade mal tragen können, wäre es dann nicht ein harter Gott, der nur messen würde, wem er wie viel auferlegen kann, ohne dass derjenige zusammenbricht? Ich finde, das wäre kein gnädiger Gott. Dann wäre er ja nur darauf aus, jeden so schwer wie möglich zu belasten.
Die biblische Wahrheit ist aber:
„Er legt Lasten auf, aber er hilft beim Tragen.“
Er ist bei dir. Er bleibt bei dir, er trägt mit. Warum und wem er Lasten auferlegt, können wir nicht verstehen. Und doch berichten viele, die schwere Lasten tragen, dass sie sich Gott mit ihrer Last, ihrer Krankheit so nah fühlen wie nie zuvor, in einer heiligen, göttlichen Abhängigkeit von ihm leben und trotz Krankheit und Leid einen Frieden verspüren, der übernatürlich ist.
Letztendlich sind wir geschaffen zu seiner Ehre. Das ist die Erfüllung unseres Lebens. Wenn wir uns von dieser Bestimmung entfernen, geht es uns schlecht, ob mit oder ohne Last oder Krankheit.
Paulus ermutigt die Korinther zur Mitwirkung durch ihre Fürbitte, damit für die Gnadengabe, die daraus entsteht, von vielen gedankt werden kann. Auch das wollen wir heute in unseren Gebeten tun. Wir beten heute auch um ein Mädchen namens Aurelia, dass Gott ihr in seiner Souveränität Heilung schenkt.
Gebet
Mein himmlischer Vater.
Heute komme ich zu dir mit einer Fürbitte für Menschen, die krank sind. Vater, ich bitte dich in erster Linie, dass du diesen Menschen ganz nah bist.
Lass sie an jedem Tag spüren, dass du ihnen tragen hilfst. Herr, auch wenn sie über ihr Vermögen tragen, über ihre Kraft hinaus, bitte ich dich: Schenke ihnen einen tiefen Frieden, eine Geborgenheit in dir.
Schenke ihnen Menschen, die ihnen beistehen, helfen und sie unterstützen. Herr, aber ich weiß, dass du auch heilen kannst. Du bist souverän, du kannst heilen.
Und ich bitte dich, wenn es dein Wille ist, dass du die Menschen, die mir am Herzen liegen, die ich kenne, von ihren Krankheiten heilst, Vater.
Und wenn ich krank bin und leide oder die Menschen, die mir nahe stehen, so bitte ich dich, dass wir nicht aus dem Blick verlieren, dass wir dafür geschaffen sind, deinem Namen Ehre zu bringen und in einer Beziehung mit dir zu leben.
In dieser gefallenen Welt gibt es viel Krankheit und Leid. Dein Wort sagt, dass du uns beim Tragen der Last hilfst. Danke, Vater, dass du nicht nur auferlegst und dabei zuschaust, wie wir es gerade noch schaffen, Lasten und Krankheiten zu tragen, sondern dass du dabei bist, dass du unseren Schmerz und unser Leid kennst. Vater, hilft auch mir in meinem Leid, in meinen Problemen, Sorgen und Krankheiten, dir Ehre zu bringen. Lass meinen Blick auf dich gerichtet sein.
Hilf mir, täglich Kraft bei dir zu schöpfen, in deinem Wort. Und öffne mir die Augen, wo ich anderen, die krank sind oder leiden, helfen kann. Schenk mir ein liebendes, barmherziges Herz.
Danke für deine Liebe, mein himmlischer Vater. Ich vertraue dir, und ich liebe dich. Amen
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