Wir schauen uns heute die nächste Redewendung an. Es ist die Redewendung „David gegen Goliath“. Im weltlichen Sprachgebrauch beschreibt man damit einen ungleichen Kampf. Jemand Schwaches oder Kleines tritt gegen einen übermächtigen Gegner an.
Zum Beispiel ein kleiner Betrieb gegen einen Großkonzern. Der kleine Betrieb hat keine Chance gegen den Großkonzern. Der Kampf ist unfair und es kann nur einen Sieger geben, in diesem Fall den Großkonzern. Denn dieser hat sicherlich mehr Ressourcen, auch finanzielle Ressourcen, um einen Kampf zu gewinnen. Sicherlich auch bessere Anwälte und mehr Ausdauer. Also ein Kleiner gegen einen Riesen. Der Kampf ist entschieden, bevor er beginnt.
So aber nicht bei unserem Gott.
Du kannst die Geschichte von David gegen Goliath in der Bibel nachlesen, in 1. Samuel Kapitel 17.
David ist kein Krieger. Er ist ein Hirtenjunge, der seinen drei ältesten Brüdern im Auftrag seines Vaters Essen ins Kriegslager bringen soll. Die feindlichen Lager der Israeliten und der Philister standen sich gegenüber, und zwischen ihnen war ein Tal. Seit 40 Tagen schon ließen die Philister täglich den Riesen Goliath hervortreten, der die Israeliten verhöhnte und zu einem Zweikampf gegen ihn selbst herausforderte. Allein dieser Zweikampf sollte darüber entscheiden, welche Partei der Sieger ist, und die Verlierer würden die Knechte der Sieger werden.
Die Israeliten fürchteten sich sehr und wurden mutlos, denn der Riese war nicht nur stark, sondern auch gut geschützt durch einen Helm, Schuppenpanzer und Beinschienen. Er war bewaffnet mit einem Wurfspieß, einem Speer und einem Schwert. Sogar ein eigener Schildträger ging vor ihm her. Seine Stimme muss sehr furchterregend durch das Tal gedröhnt haben.
Als David im Lager ankam und den Hohn des Riesen hörte, mit dem er nicht nur das Volk, sondern auch Gott verspottete, und von dem Lohn des Königs hörte, dass der, der Goliath besiegt, die Prinzessin zur Frau bekommt, entschied er sich, gegen Goliath zu kämpfen.
David sagte: „Wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene, dass er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt?“ (1. Samuel 17,26)
Und zu dem König Saul sagte David: „Niemand soll seiner wegen den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.“
Der König wollte ihn nicht gehen lassen, denn er sagte: „Du bist noch ein Knabe, dieser aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf.“
Aber David setzte sein Vertrauen auf Gott und sagte nicht: „ Der Lohn gefällt mir“, sondern es ging ihm um die Ehre des Volkes und um die Ehre des Gottes.
Er antwortete: „Der Herr, der mich von den Löwen und Bären errettet hat, wird mich auch von diesem Philister erretten.“
Saul erlaubte es daraufhin mit den Worten: „Geh hin, und der Herr sei mit dir.“
Als Goliath David sah, der ein schöner Junge war und nur mit einem Stab und einer Schleuder auf ihn zukam, wurde er sehr wütend. Ich denke, er war sehr in seiner Ehre gekränkt. Den Kampf zu beschreiben, erspare ich uns.
Aber eins möchte ich sehr hervorheben, nämlich die Worte, die David sprach, bevor Gott ihm den Sieg über Goliath gab:
„Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn, der Herrscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast. Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spieß rettet, denn der Kampf ist die Sache des Herrn, und er wird euch in unsere Hand geben.“ (1. Samuel 17,45-47)
Wir wissen, dass David Goliath besiegte. Und plötzlich kam die Kraft in das Volk Israel, und sie erhoben ein Kriegsgeschrei und jagten ihren Feinden nach. Welch eine Erleichterung muss das gewesen sein nach 40 Tagen Angst und Hohn.
Wenn du Tochter Gottes bist und gerecht oder für Gerechtigkeit kämpfst oder gegen Sünde, Versuchung und Gewalt, so lege dein Vertrauen auf Gott. Er kämpft für dich, wenn du nicht mehr kannst. Klammere dich an ihn.
Ich möchte dir heute den Psalm 92 Verse 14 bis 16 zusprechen. Ich lese ihn etwas abgewandelt vor.
„Weil sie sich an mich klammert, darum will ich sie erretten. Ich will sie beschützen, weil sie meinen Namen kennt. Ruft sie mich an, so will ich sie erhören. Ich bin bei ihr in der Not, ich will sie befreien und zu Ehren bringen. Ich will sie sättigen mit langem Leben und sie schauen lassen mein Heil.“
Mit Gott bist du auf der Siegerseite. Sei gesegnet.
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