Der Sündenbock

Veröffentlicht am 27. April 2026 um 23:56

Heute geht es um den Sündenbock.Im deutschen Sprachgebrauch verwendet man diese Redewendung, um zu erläutern, dass jemand selbst oder jemand anderes für Fehler verantwortlich gemacht wird, an denen er meistens nicht alleine schuld ist und vor allem nicht die Hauptschuld trägt.

Typische Sätze sind: „Irgendwer musste ja der Sündenbock sein, und diesmal hat es mich erwischt.“ Oder: „Der Chef hat einen Sündenbock gesucht, um von seinen Fehlern abzulenken.“ Oder: „Nur weil ich neu bin, bin ich doch nicht der Sündenbock.“

Der Sündenbock steht also für ungerechte Schuldzuweisung.

Doch wie ist die biblische Bedeutung?

Wir lesen im dritten Mose, Kapitel 16, von dem großen Versöhnungstag. Dort wurden zwei Böcke ausgesucht, von denen einer geopfert wurde. Auf den anderen legte der Priester Aaron symbolisch die Sünden des Volkes, indem er seine beiden Hände auf den Kopf des Bockes legte und alle Übertretungen, die Schuld und die Sünden des Volkes bekannte. Danach wurde dieser Bock in die Wüste geschickt. Er trug sozusagen alle Schuld des Volkes stellvertretend hinaus. Das war ein Teil von Gottes Anordnung zur Sühnung.

Dieser Sündenbock ist ein Schattenbild auf Jesus Christus. Jesus trug unsere Sünden und nahm alle Schuld, die nicht seine war, auf sich. Er wurde sozusagen hinausgeführt aus Jerusalem nach Golgatha, wo er stellvertretend für uns Sünder starb.

Jesaja prophezeite über Jesus folgendermaßen:

„Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe. Jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn.“
Jesaja 53, Verse 5 und 6.

Im Alltag wird der Begriff „Sündenbock“ im negativen Sprachgebrauch verwendet. Die Welt weiß nicht, worum es dabei geht. In der Bibel ist es ein Teil eines heiligen Rettungshandelns Gottes. Jesus wurde der freiwillige Stellvertreter für unsere Sünden, Schuld und Übertretungen. Er war kein Opfer von Zufall oder bloßer Ungerechtigkeit und nicht der Willkür der Menschen ausgeliefert, die ihn kreuzigten. Gott selbst hat ihn als Sündopfer eingesetzt.

Das ist das Evangelium, die gute Nachricht. Jesus ist nicht am Kreuz geblieben. Er wurde begraben und ist am dritten Tag auferstanden. Diese Sühnung am Kreuz hat heute noch dieselbe Kraft wie vor 2000 Jahren. Auch deine Schuld kann vergeben werden.

In Johannes 3,16 lesen wir:
„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Und in Johannes 1,12 steht:
„Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“

Und die Bibel zeigt uns auch, wie wir konkret darauf antworten sollen:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“
1. Johannes 1,9.

Also, wenn du das nächste Mal diese Redewendung gebrauchst oder hörst, danke Gott für seinen wunderbaren Rettungsplan und danke Jesus für sein freiwilliges, einmaliges Opfer.

Gott segne dich.

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