Hast du diese Redewendung schon einmal gehört? Man verwendet sie im Zusammenhang mit jemandem, der eine extreme Geduld hat, der Leid erträgt, ohne zu klagen, oder unerschütterlich standhaft bleibt. Typische Sätze sind: „Dafür braucht man die Geduld Hiobs“ oder „Sie hat wirklich die Geduld Hiobs“.
Wir schauen einmal in die Bibel, was sie zu Hiobs Geduld sagt. Die Geschichte von Hiob kennst du sicher. Innerhalb eines Tages verlor er alles: seinen Reichtum, sein Vieh und seine zehn Kinder – und schließlich auch seine Gesundheit. Nur seine Ehefrau blieb ihm noch.
In all dem Leid war seine Reaktion: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; der Name des Herrn sei gelobt.“ Selbst seine Frau sagte zu ihm: „Hältst du noch immer fest an deiner Tadellosigkeit? Sage dich doch von Gott los und stirb!“ Hiob aber antwortete ihr: „Du redest töricht. Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir nicht auch das Böse annehmen?“
Dann kamen seine drei Freunde und plagten ihn mit ihren Aussagen und vermeintlichen Weisheiten. Ja, Hiob klagt – aber er verflucht Gott nicht. Trotz seines großen Leides bleibt er Gott treu. Er hat viele Fragen, auf die er zunächst keine Antwort bekommt.
Und schließlich spricht Gott selbst zu ihm. Das kannst du in Hiob ab Kapitel 38 lesen. Dort offenbart Gott seine Größe und seine Allmacht – wunderbare Kapitel.
Hiob liebte Gott vor, während und nach dem Leiden.
In der Welt ist es oft so, dass Menschen erst nach Gott fragen, wenn etwas Schlimmes passiert. Am 11.09.2001 stand groß in der Zeitung: „Wo war Gott?“ Plötzlich war Gott Thema.
Und wenn wir ehrlich sind: Auch bei uns Christen ist es manchmal so, dass wir Gott erst im Notfall wirklich suchen, anbeten und anflehen.
Doch Gott will eine Beziehung zu dir. Er möchte, dass du nicht nur deine schlechten Tage mit ihm teilst, sondern auch die guten.
Denk daran: Halte an Gott fest – in guten und in schlechten Tagen.
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