Diese Redewendung sagt aus, dass etwas endgültig feststeht und nicht mehr verändert werden kann.
Im weltlichen Sprachgebrauch wird sie folgendermaßen verwendet: „Der Termin ist noch nicht in Stein gemeißelt“ oder „Die Entscheidung oder der Plan sind noch nicht in Stein gemeißelt“.
Im biblischen Zusammenhang erinnert diese Redewendung an die Zehn Gebote, die Gott Mose auf Steintafeln gab.
„Und als er mit Mose auf dem Berg Sinai zu Ende geredet hatte, gab er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses, Tafeln aus Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.“ (2. Mose 31,18)
Gott gab Mose auf dem Berg Sinai Gebote, die bis heute gültig sind. Viele moralische Grundwerte, unserer Gesellschaft, auch unseres Grundgesetztes, entsprechen den biblischen Geboten.
Dass diese Gebote immer noch wie in Stein gemeißelt sind, auch wenn Verfassungen und Gesetze geändert werden, erkennt man daran, dass der Mensch ein Gewissen hat. Ein moralisches Barometer sozusagen, das Gott dem Menschen ins Herz gelegt hat.
Die ersten vier Gebote zeigen den Menschen damals, den Israeliten, und heute uns, dass es nur den einen Gott gibt: Jahwe. Seine Gebote sind verbindlich und ernst zu nehmen. Sie zeigen den Menschen den Weg zu einem Leben nach Gottes Willen.
Wenn du das nächste Mal mit dieser Redewendung in Berührung kommst, dann erinnere dich daran, dass nur Gott etwas in Stein meißeln kann, das ewig gültig ist. Alles, was wir Menschen erschaffen, planen oder schreiben, ist vergänglich und trifft manchmal auch nicht ein. Denn wir sind nur Menschen, zeitlich und örtlich begrenzt, und haben den Lauf der Dinge nur eingeschränkt in unserer Hand.
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