Diese Redewendung beschreibt jemanden, der freundlich oder harmlos wirkt, aber in Wirklichkeit böse Absichten hat.
Typische Sätze wären: „Er ist ein Wolf im Schafspelz!“ „Der scheinbar nette Kollege entpuppte sich als Wolf im Schafspelz!“
In Matthäus 7,15 warnt Jesus das Volk, das ihm bei seiner berühmten Bergpredigt zuhört, vor falschen Propheten.
Er sagte: „Nehmt euch in Acht vor denen, die in Gottes Namen auftreten und falsche Lehren verbreiten! Sie kommen zu euch, getarnt als Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie reißende Wölfe.“ (Matthäus 7:15 HFA)
Aber hier hört Jesus nicht auf, sondern erklärt ihnen, woran sie die falschen Propheten erkennen können und was das Ende der falschen Propheten sein wird.
„Wie man einen Baum an seiner Frucht erkennt, so erkennt ihr sie an dem, was sie tun. Kann man etwa Weintrauben von Dornbüschen oder Feigen von Disteln pflücken?
Natürlich nicht! Ein guter Baum bringt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte.
Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen und ein kranker Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und verbrannt.
Ebenso werdet ihr diese falschen Propheten an ihren Taten erkennen.“ (Matthäus 7:16-20 HFA)
Und dann sagt Jesus, dass diese falschen Propheten selbst glauben werden, dass sie Wunder und Zeichen im Namen Gottes tun.
Aber er kennt sie nicht. Sie tun es nicht in seiner Vollmacht!
„Nicht wer mich dauernd ›Herr‹ nennt, wird in Gottes himmlisches Reich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Am Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen: ›Aber Herr, wir haben doch in deinem Auftrag prophetisch geredet! Herr, wir haben doch in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und viele Wunder vollbracht!‹ Aber ich werde ihnen entgegnen: ›Ich habe euch nie gekannt. Ihr habt meine Gebote mit Füßen getreten, darum geht mir aus den Augen!‹“ (Matthäus 7:21-23 HFA)
An dem biblischen Ursprung dieser Redewendung können wir erkennen, dass der Wolf im Schafspelz, wie die Bibel ihn hier beschreibt, im Vergleich zu dem Wolf im Schafspelz, wie er im weltlichen Sprachgebrauch verwendet wird, unglaublich schwerwiegend ist.
Es geht hier nicht nur um den netten Kollegen, der sich als Heuchler entpuppt, sondern es geht hier um Verführung im Glauben der Gläubigen, um falsche Lehre und um Menschen, die glauben, dass sie Dinge im Namen Gottes tun, aber seine Gesetze mit Füßen treten.
Deshalb warnt Jesus die Menschen, dass sie nicht nur auf gute Reden hören, sondern an den Früchten, also an den Taten, beurteilen sollen, ob diese Menschen echt sind oder nicht.
Und heute ist es nicht anders, im Gegenteil: Jesus sagt an einer anderen Stelle, dass gerade in den letzten Tagen viele falsche Propheten auftreten werden und der Widersacher versuchen wird, wenn möglich auch noch die Gläubigen zu verführen. Deshalb gilt uns diese Warnung Jesu heute genauso wie damals.
Wir dürfen nicht jeder Lehre glauben, sondern sollen alles am Wort Gottes prüfen. Und am Maßstab der Bibel werden dann auch die Früchte sichtbar, die ein Leben hervorbringt. Anhand des Wortes Gottes können wir sie erkennen und beurteilen.
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