Hochmut kommt vor dem Fall

Veröffentlicht am 7. Juli 2026 um 21:23

„Hochmut kommt vor dem Fall.“ Im weltlichen Sprachgebrauch verwendet man diese Redewendung, um aufzuzeigen, dass Überheblichkeit und Stolz oft zu einem Scheitern führen.

Typische Sätze wären: Er war zu sicher – „Hochmut kommt vor dem Fall“, oder sein Stolz wurde ihm zum Verhängnis – „Hochmut kommt vor dem Fall“, oder sie hat sich überschätzt – „Hochmut kommt vor dem Fall“.

Die Bibelstelle dazu finden wir in Sprüche 16,18: „Stolz kommt vor dem Zusammenbruch und Hochmut kommt vor dem Fall.“

Hochmut, also Stolz, ist in der Bibel oft Thema. Zum Beispiel in Sprüche 18,12: „Vor dem Zusammenbruch wird das Herz des Menschen hochmütig, aber vor der Ehre kommt die Demut.“

Und im Neuen Testament schreiben Petrus und Jakobus ähnlich: „Gott widersteht dem Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“

Paulus schreibt in 1. Korinther 1,31  von einem Rühmen, das Gott ehrt: „Wer sich aber rühmt, der rühme sich des Herrn.“ Das bedeutet: Wenn überhaupt rühmen, dann nur über das, was Gott getan hat, und nicht über eigene Leistung, geistliche Erfahrung oder Status.

Unser Herz ist trügerisch. Wir können selbst über unsere geistlichen Erkenntnisse stolz werden.


(
1. Korinther 8,1) : „Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber baut auf.“

Und hier ist der 🔑 : Liebe. Liebe entzieht dem Stolz den Nährboden. Denn Stolz dreht sich um „ich“, aber Liebe dreht sich um den anderen und letztlich um Gott. Stolz vergleicht, Liebe dient.

Markus 9,35: „Wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Diener sein.“

Du kannst Gott darum bitten, dir dein Herz zu zeigen – auch die blinden Flecken deines Herzens –, damit er dich vor Stolz bewahrt und damit vor dem Fall. Bitte ihn um ein demütiges Herz, um eine dienende und liebende Haltung.

Du kannst Psalm 139,23–24 zu deinem persönlichen Gebet machen: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege!“