"Herr, erneuere meinen Geist, wie frisches Wasser eine dürre Erde."
Ich lese aus Jesaja 44,1–3 (Schlachter 2000):
„Und nun höre, Jakob, mein Knecht, und du, Israel, den ich erwählt habe! So spricht der HERR, der dich gemacht und von Mutterleib an gebildet hat und der dir hilft: Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du, Jeshurun, den ich erwählt habe! Denn ich werde Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre. Ich werde meinen Geist ausgießen auf deinen Samen und meinen Segen auf deine Sprösslinge.“
Wie fühlt sich ein dürregewordener Geist an?
Müde, ausgelaugt, einsam, traurig, hoffnungslos, zweifelnd, erschöpft, schuldig, voller Scham.
Nimm dir heute bewusst Zeit, um Jesus zu sagen, wie es dir geht.
Versuche nicht, deine Gefühle zu erklären – benenne sie nur.
Nicht alle Gefühle haben mit deiner Realität zu tun.
Oft entstehen Gefühle aus Erschöpfung oder Übermüdung und wirken übertrieben stark.
Plötzlich kommen z. B. Schuldgefühle aus vergangenen Fehlern hoch – so quälend, als würde es gerade jetzt wieder passieren.
Prüfe:
• Habe ich diese Schuld schon vor Jesus gebracht?
→ Dann hat dieses Gefühl keine Berechtigung.
→ Danke ihm sofort, dass es vergeben ist.
• Habe ich es noch nicht vor Jesus gebracht?
→ Dann darf ich jetzt mit dieser Schuld zu Jesus kommen; er vergibt –
und ich darf ihm sofort dafür danken.
Die Stelle aus Jesaja 43,18–19 war und ist mein Anker, wenn ich matt, müde, traurig, voller Scham oder Schuldgefühle bin.
(Übersetzung Hoffnung für alle):
„Bleib nicht bei der Vergangenheit stehen; schau nach vorne! Denn ich will etwas Neues tun. Es hat schon begonnen – hast du es nicht gemerkt? Durch die Wüste will ich eine Straße bauen, Flüsse sollen in der öden Gegend fließen.“
Hier haben wir zwei Aufforderungen:
1. Bleib nicht bei der Vergangenheit stehen – schau nicht zurück.
2. Schau nach vorne – denn Gott will etwas Neues tun.
Dann die Frage: Hast du es nicht gemerkt? Es hat schon begonnen.
Und das Versprechen: Durch die Wüste will ich eine Straße bauen; Flüsse sollen in der öden Gegend fließen.
Es reicht also nicht, nur nicht in der Vergangenheit stehenzubleiben, dich selbst anzuklagen oder die Folgen deiner Fehlentscheidungen zu betrauern.
Gott will dich erneuern. Es hat schon begonnen.
Auf deinen dürren Geist will er Ströme lebendigen Wassers gießen – Wasser auf das Durstige.
Bleib nicht nur dabei stehen, dein Leid im Gebet zu klagen und nach vorne zu schauen.
Durch deine Wüste will Gott eine Straße bauen – das heißt: Du musst gehen.
Im Geist gehen.
Weißt du, wie das geht?
Du hast eine "Landkarte inklusive Kompass" von Gott bekommen.
Schau hinein, lerne, lass dich korrigieren, lerne seine Stimme und Wegweisung zu hören –
und lass deinen müden Geist erneuern.
Diese "Landkarte" ist die Bibel, die er dir gegeben hat. Sie dient dir zur Orientierung.
Gebet
Herr, erneuere meinen Geist.
Ich bin oft müde und matt, ausgelaugt und erschöpft.
Du hast mich von Mutterleib an gebildet, du hast meinen Werdegang überwacht und gesehen.
Vater, ich brauche Korrektur, Zurechtweisung und Ermutigung.
Leite mich auf dieser Straße durch meine persönliche Wüste.
Gieße deinen Geist wie Wasser auf meinen durstigen Geist.
Ich sehne mich nach einer innigen Beziehung mit dir.
Danke für die Bibel, die dein heiliges Wort ist.
Hilf mir, immer wieder Oasen der Stille mit dir in meiner Wüste zu finden.
Mach mich zu einer Frau des Wortes.
In Jesu Namen, Amen.
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