Trost

Veröffentlicht am 19. Juli 2026 um 23:52

Das letzte Mal habe ich über Trauer geschrieben. Jesus – Gott, der Mensch wurde und auf dieser Erde lebte – trauerte und weinte.

Heute geht es um Trost.

Der Vers, den ich ausgewählt habe, steht in 1. Thessalonicher 4,18:

„So tröstet euch nun mit diesen Worten.“

Mit welchen Worten?

Bevor ich den Zusammenhang erkläre, möchte ich den Anfang des Abschnitts lesen:

„Ich will euch aber nicht in Unwissenheit lassen, Brüder, über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.“ (1. Thessalonicher 4,13)

Im Zusammenhang geht es um die Auferstehung der Toten. Doch diesmal geht es nicht um einen einzelnen Menschen, wie bei der Auferweckung des Lazarus durch Jesus. Es geht um alle Toten in Christus, also um Menschen, die im Glauben an Jesus Christus gestorben sind.

Was ist nun der Trost, mit dem die Christen in Thessalonich einander trösten sollten – sie, die eine Hoffnung haben?

Ich gebe den Abschnitt sinngemäß wieder:

So wie Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die Toten in Christus mit ihm führen. Wir, die bis zur Wiederkunft unseres Herrn noch leben, werden den bereits Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn wenn der Befehl ergeht, die Stimme des Erzengels erschallt und die Posaune Gottes ertönt, wird der Herr selbst vom Himmel herabkommen. Zuerst werden die Toten in Christus auferstehen. Danach werden wir, die wir noch leben, zusammen mit ihnen auf den Wolken entrückt werden, dem Herrn entgegen in die Luft. Und dann werden wir für immer bei ihm sein.

So tröstet euch mit diesen Worten.

In Apostelgeschichte 1,9–11 wird die Himmelfahrt Jesu beschrieben. Eine Wolke nahm ihn vor den Augen der Jünger auf. Während sie ihm nachsahen, traten zwei Männer in weißen Kleidern zu ihnen und sagten:

„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel auffahren sehen.“

Jesus fuhr vor den Augen seiner Jünger zum Himmel auf – und er wird in derselben Weise wiederkommen, in Macht und Herrlichkeit.

Glaubst du daran, dass die Toten in Christus auferstehen werden? Glaubst du an ein Wiedersehen?

Matthäus berichtet, dass bei Jesu Tod und seiner Auferstehung viele Leiber der entschlafenen Heiligen auferstanden, aus den Gräbern herauskamen und in der heiligen Stadt vielen Menschen erschienen (Matthäus 27,52–53).

Wenn schon die Auferstehung Jesu solche Auswirkungen hatte – wie viel mehr wird geschehen, wenn er in Macht und Herrlichkeit wiederkommt!

Heute möchte ich dir, Tochter Gottes, diesen Trost zusprechen:

Wenn du um Menschen trauerst, die in Christus gestorben sind, wirst du sie wiedersehen. Spätestens dann, wenn die Posaune Gottes erschallt, die Toten auferstehen und wir gemeinsam dem Herrn auf den Wolken entgegengehen werden.

Ob ein Körper verwest oder verbrannt wurde – Gott ist mächtig, ihn zum Leben zu erwecken. Das übersteigt unseren Verstand. Aber genau deshalb schreibt Paulus:

„Ich will euch nicht in Unwissenheit lassen, damit ihr nicht traurig seid wie die, die keine Hoffnung haben.“

Wir haben eine Hoffnung. Und unsere Hoffnung hat einen Namen: Jesus Christus.

Hab einen gesegneten Tag!

 

Gebet

 

Mein himmlischer Vater,

in diesem Erdenleben sind wir Krankheit, Leid und dem Tod ausgesetzt. Jeder von uns wird einmal sterben – es sei denn, wir leben so lange, bis du in den Wolken, in Kraft und Herrlichkeit, wiederkommst und uns zu dir nimmst.

Vater, welch ein wunderbarer Augenblick wird das sein, wenn die Toten in Christus auferstehen! Welch eine große Schar wird dir dann in den Wolken entgegengehen! Was für ein herrlicher Moment wird das sein.

Wie sehr wünsche ich mir, das erleben zu dürfen – gemeinsam mit meinen Glaubensgeschwistern dir entgegenzugehen, gemeinsam mit allen Entschlafenen in Christus. Mit den Missionaren, von denen ich gelesen habe, mit den Glaubenshelden der Bibel und mit allen, die dir nachgefolgt sind – dir gemeinsam entgegenzugehen.

Ich freue mich darauf, mein Jesus. Ob ich dir dann in einem auferstandenen Leib entgegenkomme oder noch in dem Leib lebe, den ich heute habe – ich freue mich auf dich.

Danke für diesen Trost. Danke, dass ich diese Hoffnung haben darf. Du selbst bist meine Hoffnung. Und unser Trost ist, dass wir für immer bei dir leben werden – in deiner Herrlichkeit, zusammen mit allen, die dich lieben.

Danke für deine Gnade, mein Jesus.

Amen.